Zahnarzt Blog

Montag, 21 August 2017 / Veröffentlicht in behandlungen, zahnarzt

Kein Lächeln gleicht dem anderen und seine Einzigartigkeit unterstreicht unsere Individualität. Die ästhetische Zahnmedizin zielt nicht darauf ab, uniforme, unnatürlich weiße Einheitsgebisse zu produzieren, sondern mit schön geformten und farbgestalteten Zähnen unser Lächeln frisch, gesund und vital erscheinen zu lassen.

Farbe, Form und Größe der Zähne sowie deren Abstimmung auf die Gesichtsform und -farbe sind nicht die einzigen Parameter, die sich auf ein ästhetisches Lächeln auswirken. Darüber hinaus tragen deren symmetrische Stellung innerhalb des Zahnbogens – insbesondere die der oberen Schneidezähne –, Farbe und Form der Gingiva sowie die Bisssituation wesentlich zur Harmonisierung bei. Letztendlich verhilft uns die ästhetische Zahnmedizin zu einem natürlichen, ungezwungenen Lächeln, das unser Selbstwertgefühl steigert und uns bei jeder Kommunikation Türen öffnet.

Glücklich schätzen kann sich jeder, der von Natur aus mit schönen Zähnen ausgestattet ist. Mit konsequent betriebener Mundhygiene trägt der stolze Besitzer entscheidend dazu bei, dass die jugendlich frische Ausstrahlung seines Gebisses erhalten bleibt. Im einfachsten Fall kann die ästhetische Zahnmedizin durch eine regelmäßige Professionelle Zahnreinigung Unterstützung bieten.

Darüber hinaus jedoch können unterschiedliche Verfahren zur Verbesserung der Zahnästhetik eingesetzt werden, wobei diese in der Mehrzahl natürlich nicht nur auf die Ästhetik, sondern auch auf die Mundgesundheit einen positiven Effekt haben. So erleichtert die kieferorthopädische Ausformung der Zahnbögen die Zahnpflege, Restaurationen wie Füllungen oder Kronen sind für die Zahnerhaltung erforderlich, um nur einige Beispiele zu nennen.

Welche Vorteile hat Zahnersatz aus Keramik?

Bei moderner Zahnkeramik handelt es sich normalerweise um Zirkonoxid. Zirkonoxid weist eine hohe Verträglichkeit auf und kommt wegen seiner Licht-Brechung, seiner Brillanz und seiner Festigkeit den ästhetischen Eigenschaften des natürlichen Zahns sehr nahe. Dabei werden die Lichtstrahlen, die in die Zahnoberfläche eintreten, durch die Keramik in das angrenzende Zahnfleisch weitergeleitet. So zeigt sich das Zahnfleisch in einer vitalen Farbe. Dies ist bei metall-gestütztem Zahnersatz nicht so, denn das Licht kann seine Wirkung hier nicht entfalten. Ein außenstehender Beobachter kann damit den vollkeramischen Zahnersatz kaum vom natürlichen Zahn unterscheiden.

Was genau sind Veneers?

Bei Veneers handelt es sich um fast transparente Keramikschalen, die von außen auf den Zahn geklebt werden. Damit können leichte Zahn-Fehlstellungen, Zahnlücken und lokale Verfärbungen korrigiert werden.

Die hauchdünnen, metallfreien Keramik-Verblendschalen werden auf die Oberflächen Ihrer Zähne geklebt. Dies ist eine aufwändige Behandlung. Dazu muss nur eine minimale Schicht Zahnschmelz abgetragen werden. Der Vorteil dieser Methode – im Gegensatz zu Zahnkronen – ist der geringe Substanz-Verlust. Die lichtdurchlässigen Veneers sind später von den eigenen Zähnen nicht zu unterscheiden.

Bitte bedenken Sie, dass nicht alle Zähne für den Einsatz von Veneers geeignet sind. Hier muss der Zahnarzt Problemfälle genau abwägen. In jedem Fall braucht die behandelnde Zahnarzt-Praxis ein Top-Zahnlabor, denn die Farbe, Form und die individuellen Charakteristika der Veneers müssen optimal gestaltet werden

Die ästhetische Zahnmedizin hat vor allem das Ziel, die Schönheit und das natürliche Aussehen der Zähne zu erhalten bzw. wieder herzustellen. Das geschieht natürlich unter Berücksichtigung der Kau- und Sprechfunktion – es geht also nicht nur um Zahnästhetik oder ein filmreifes Lächeln, sondern auch um die Mund- und Zahngesundheit und um langlebigen, komfortablen und naturidentischen Zahnersatz.

Kronen und Brücken können bei vielen Befunden mittlerweile aus Vollkeramik hergestellt werden: Die neu entwickelten Materialien sind so stabil, dass in der Zahnprothetik zunehmend auf Metallgerüste verzichtet werden kann. Viele Zahnersatzpatienten fühlen sich wohler und sicherer mit metallfreiem, keramischem Zahnersatz, da er nicht nur am natürlichsten aussieht, sondern zu 100 % allergiefrei und perfekt biokompatibel ist.

Ästhetische und gesunde Zähne sind nicht nur schön fürs Auge, sondern auch wichtig für das Selbstvertrauen, das allgemeine Wohlbefinden und den gefühlten Lebensstandard. Studien zufolge hat die Zahnästhetik überdies einen großen Einfluss auf den beruflichen Erfolg und die Chancen bei der Partnersuche. Frischer Atem und ein natürlich schönes, gepflegtes Gebiss sind für die meisten Menschen wichtige Voraussetzungen für Attraktivität und Sex-Appeal. Das strahlende Lächeln ist auch ein Statussymbol, das mit vielen positiven Eigenschaften assoziiert wird – etwa Zielstrebigkeit, Großmut, Durchsetzungsvermögen („Biss“), Glaubwürdigkeit, Offenheit oder Führungsqualitäten.

Donnerstag, 20 Juli 2017 / Veröffentlicht in behandlungen, Implantat, zahnarzt

Zahnimplantat Diagnose

Das Zahnimplantatverfahren beginnt häufig mit den Patienten, die von ihrem allgemeinen Zahnarzt an spezialisierte Implantologen verweisen. Es ist auch üblich für einen allgemeinen Zahnarzt, mit dem Spezialisten in der Bereitstellung der Krone und Brücke über die Implantate zu arbeiten. Die Implantat-Diagnose umfasst in der Regel eine sorgfältige Beratung mit Geschichte und Röntgenuntersuchung.

Zahnimplantat Vorbereitung

Dentalimplantat-Vorbereitungsverfahren werden  vor der tatsächlichen Implantat-Platzierung durchgeführt . Dazu gehören die Herstellung von Modellen und Führungen, um den Chirurgen bei der korrekten Platzierung der Zahnimplantate zu unterstützen.

Zahnimplantat Chirurgie

Die Zahnimplantatchirurgie selbst wird am häufigsten unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Sedierung kann für Patienten in einer oralen oder intravenösen Form durchgeführt werden, obwohl dies von Land zu Land variiert. Die Operation, die durchgeführt wird, ist am häufigsten ein kleines chirurgisches Verfahren, das die Extraktion von Zähnen mit sich bringt, das Zahnfleisch und die Platzierung des Implantats selbst ist mit einer  Bohrungen durchzuführen. Die Wunden werden vernaeht und der Patient kann ein wenig Unbehagen und Schwellung nach der Platzierung erwarten.

Zahnimplantat Wiederherstellung

Implantate können in zwei chirurgischen Stadien platziert werden; Die erste Implantat-Platzierung, bei der das Implantat in den Knochen unter dem Gummi begraben ist, die zweite Stufe, ber der das Implantat aufgedeckt  und eine Abutmentverbindung hergestellt wird. Alternativ ist ein einstufiges Verfahren, wo das Heilungs-Abutment, das sofort im Mund nach der Implantat-Platzierung zu sehen ist. Nach der Heilungsperiode wird dieses Abutment entfernt und die Abdruckformen vom Zahnarzt genommen. Ein Labor wird die Kronen oder Brücken herstellen und der Zahnarzt die endgültigen Anpassungen in der Endphase platzieren.

Zahnimplantat Heilung

Nachdem ein Zahnimplantat platziert ist, wird die Heilung sehr schnell für die weichen Gewebe vor sich gehen;gewöhnlich innerhalb einer oder zwei Wochen. Die Heilung des Knochens um ein Zahnimplantat wird als Osseointegration bezeichnet und kann mit einer heilenden Knochenbrüche verglichen werden. Es dauert in der Regel etwa 6 bis 8 Wochen, obwohl Remodeling und laufende Änderungen für ein Jahr oder mehr stattfinden können. Wie bei einer knöchernen Fraktur ist es wichtig, das Zahnimplantat zu immobilisieren und zu schienen um unbeabsichtigtes Laden oder Kauen zu verhindern, was zu Mobilität und früher Implantatausstossung führen kann.

Dienstag, 28 März 2017 / Veröffentlicht in behandlungen, Implantat

ZAHNIMPLANTATE – ZAHNERSATZ FÜR STABILITÄT UND ÄSTHETIK NACH EINEM ZAHNVERLUST

Wenn Inlays, Kronen oder Brücken als Zahnersatz nicht mehr ausreichen, können Zahnimplantate eine ideale Variante sein, um die entstandene Zahnlücke zu schließen. Denn: Strahlend weiße Zähne sind der Traum vieler Menschen. Sie stehen für Gesundheit und Ästhetik.

Zahnimplantate sind künstliche Zahnwurzeln, auf denen der eigentliche Zahnersatz befestigt wird. Sie ermöglichen, wieder problemlos lachen, kauen und sprechen zu können!

Doch nicht immer können die natürlichen Zähne in dem Maß erhalten werden, dass sie ein rundum schönes Gebiss bilden. Durch ein Implantat erhält das geschädigte Gebiss seine volle Funktionsfähigkeit zurück. Das heißt, der Kauapparat bleibt durch den Einsatz hochwertiger Zahnimplantate dauerhaft belastbar. In Berlin bieten wir Ihnen eine umfassende Beratung für ästhetischen Zahnersatz und hochwertige Implantate.

Implantate

Beim Implantat handelt es sich faktisch um eine künstliche Zahnwurzel, welche in den Kieferknochen als Ersatz für die Eigene Zahnwurzel resp. als Zahnwurzelersatz eingesetzt wird.

Durch das Zahnimplantat wird das optische Bild vom Gebiss um ein Vielfaches verbessert. Als Träger von Zahnersatz übernehmen Zahnimplantate die Funktion künstlicher Zahnwurzeln. Zahnimplantate funktionieren wie natürliche Zahnwurzeln und dienen als stabile und dauerhafte Grundlage für Zahnersatzlösungen.

Auf das Zahnimplantat wird der Zahnersatz eingeschraubt und angepasst.

Zahnimplantate können einzelne bzw. fehlende Zähne komplett ersetzen oder aber auch bei mehreren Zahnlücken als Halterung für Zahn-Brücken oder Zahn-Prothesen eingesetzt werden.

Durch das Zahnimplantat wird das Selbstwertgefühl aufgewertet, denn das Implantat ist ein dauerhafter Zahnersatz, welcher einen hervorragenden Ersatz für den natürlichen Zahn im Gebiss darstellt.

Wird eine Zahnlücke nicht durch ein Zahnimplantat bzw. Zahnersatz ergänzt, kann dies zu unerwünschten Veränderungen der Gesichtszüge und zu einer frühzeitigen Faltenbildung führen, denn bei einer verbleibenden Zahnlücke im Gebiss, bildet sich der Kieferknochen zurück, da der Halt durch die fehlende Zahnwurzel fehlt.

Zahnimplantate sind meistens aus Titan, das gut körperverträglich ist und sich in den Knochen integriert.

Zähne geben Sicherheit und Selbstvertrauen, sie sind ein Plus für das eigene Lebensgefühl.

Gehen Zähne durch Zahnerkrankungen oder Zahnunfälle verloren, können diese durch Zahnimplantate ersetzt werden. Auch an unseren Zähnen geht das Leben nicht spurlos vorüber, den das Fehlen von Zähnen macht sich funktionell und ästhetisch bemerkbar worunter auch das Aussehen leidet sowie der Genuss beim Essen und schlimmstenfalls die sprachliche Ausdrucksfähigkeit. Wenn man Zähne verloren hat, ist das kein unabwendbares Schicksal mehr, denn seit langer Zeit bieten Zahnimplantate als künstliche Zahnwurzel die Möglichkeit, Zähne vollwertig zu ersetzen. Zahnimplantate sind wissenschaftlich fundiert und seit Jahrzehnten erfolgreich im zahnmedizinischen Einsatz. Zahnimplantate ersetzen einzelne oder mehrere verloren gegangene Zähne oder befestigen Prothesen sicher im Mund. Das Zahnimplantat übernimmt dabei die Funktion einer Zahnwurzel und bildet so den Pfeiler für den Zahnersatz.

Dienstag, 28 März 2017 / Veröffentlicht in behandlungen, zahnarzt

Wurzelspitzenresektion: Was passiert bei einer Wurzelspitzenresektion?

Die Abkürzungen stehen für Wurzelspitzenamputation bzw. Wurzelspitzenresektion. Diese OP ist der letzte Versuch, Ihren Zahn zu erhalten und den Entzündungsherd zu beseitigen, ohne den Zahn extrahieren zu müssen.

Sie wird auch ergänzend zu einer Wurzelkanalbehandlung durchgeführt, wenn die vollständige Reinigung der Wurzelkanäle nicht möglich ist, zum Beispiel, weil sie zu stark gekrümmt sind.

Dabei werden die Wurzelspitze und das entzündete Gewebe im Kieferknochen entfernt. Sie wird bei Zähnen durchgeführt, deren Erhalt sich lohnt: Sie müssen eine gute Struktur und einen festen Halt im Kiefer aufweisen.

Bei erfolgreicher Therapie können die Zähne noch Jahre erhalten bleiben.

Eine tiefe Zahnkaries ist meistens der Grund für eine Entzündung des Zahnnervs, die so genannte Pulpitis. Ein entzündeter oder gar abgestorbener Zahnnerv muss entfernt werden. Dies geschieht normalerweise im Rahmen einer Wurzelkanalbehandlung. Dabei werden die Wurzelkanäle des betroffenen Zahns gereinigt und geweitet. Zahnnerv und Gewebe werden durch eine Wurzelkanalfüllung ersetzt, wodurch der Zahn noch lange Jahre erhalten werden kann. Die Aufbereitung der Wurzelkanäle gelingt dabei aber nicht immer.

Probleme machen beispielsweise kleinste, nicht erreichbare Seitenkanäle, die nicht gereinigt werden können, wodurch die Entzündung nicht vollständig gestoppt werden kann.

Die problematischen Kanäle können dann im Rahmen einer Wurzelspitzenresektion durch die Kürzung der Wurzel entfernt werden. Um einen dichten Wurzelkanalabschluss im Knochen zu bekommen wird der Wurzelkanal gleichzeitig von unten gefüllt (so genannte retrograde Wurzelfüllung). Ohne Wurzelspitzenresektion müsste der Zahn gezogen werden.

Die Wurzelspitzenresektion zur Entfernung eines Granuloms

Eine Pulpitis ist nicht immer auf das Innere der Zahnwurzel beschränkt. Die Entzündung kann sich über den Zahnnerv bis in die Wurzelspitze ausbreiten. Die Folge: Es kommt zu einer Entzündung zwischen Wurzelspitze und Kieferknochen, dem so genannten Granulom. Das entzündete Gewebe schwillt an und drückt den Zahn nach oben.

Beim Zusammenbeißen der Zahnreihen drückt der erkrankte Zahn in das Granulom, wodurch der Patient starke Schmerzen verspürt. Zur Entfernung eines Granuloms wird ebenfalls die Wurzelspitzenresektion angewendet. Ein Granulom kann sich auch zu einer Zyste entwickeln, die ebenfalls operativ entfernt werden muss.

Die Wurzelspitzenresektion erfolgt in mehreren Schritten:

Freilegen der Wurzelspitze und Resektion: Nach der Betäubung durchtrennt der Operateur das Zahnfleisch und die Knochenhaut des betroffenen Zahns. Anschließend legt er den Knochen im Bereich der Wurzelspitze ein Stück weit frei, indem er das umgebende Gewebe umklappt. Mithilfe verschiedener Knochenfräsen oder eines Lasers trägt er nun Schritt für Schritt Knochenmaterial ab, bis er an die Entzündung samt Wurzelspitze gelangt. Währenddessen kühlt er den Knochen mit einer Natriumchlorid-Lösung. Nun kappt der Chirurg die Wurzelspitze um etwa zwei bis drei Millimeter, unter bestimmten Bedingungen auch etwas mehr (z.B. bei starken Krümmungen der Wurzelkanäle).

Aufbereitung und Reinigung: Nach der Resektion verwendet der Arzt verschiedene Spezialinstrumente, mit denen er den Wurzelkanal von der Wurzelspitze aus vom entzündeten / abgestorbenen Gewebe befreit, zudem desinfiziert er das Innere der Wurzelspitze. Anschließend bringt er von der Wurzelspitze aus eine spezielle Füllung ein und säubert die Knochenhöhle. Danach klappt er das umliegende Gewebe wieder zurück und näht es zu. Er kontrolliert mithilfe einer Röntgenaufnahme, ob der Eingriff nach Plan verlaufen ist.

Nachkontrolle: Etwa sieben bis zehn Tage nach der Operation ist die Wunde in der Regel verheilt, sodass der Zahnarzt die Fäden ziehen kann. Der Knochen heilt meist innerhalb einiger Monate. Etwa drei bis sechs Monate nach dem Eingriff überprüft der Arzt im Röntgenbild, ob die Entzündung ausgeheilt ist.

Was geschieht nach der Operation?

Jede Operation hat einen Heilungsprozess zur Folge, der eine Entzündung darstellt. Dies geht einher mit einer Schwellung, einer Rötung, einer Erwärmung des Gebietes und einer Funktionseinschränkung. Dieser Prozess beginnt unmittelbar nach der OP, nimmt am OP-Tag zu, verstärkt sich noch über die erste Nacht und bleibt dann für etwa zwei bis drei Tage stabil. Zusätzlich kann sich ein blauer Fleck (Hämatom) auf der Haut bilden. Manchmal wird das Hämatom erst nach 2 bis 3 Tagen auf der Haut sichtbar. Anschließend gehen die Symptome über zwei bis drei Tage langsam zurück. Daraus resultieren Einschränkungen für ca. eine Woche.
Nach einer Woche können die Fäden entfernt werden.

Diese Operationen werden im Allgemeinen gut vertragen. Den Erfolg einer Behandlung und ihre absolute Risikofreiheit kann Ihnen jedoch kein Arzt garantieren. Allgemeine Risiken operativer Verfahren, wie z.B. Infektionen, sind bei diesen Eingriffen aber vergleichsweise selten und können bei Auftreten durch eine gezielte Antibiotikatherapie und lokale Hygienemaßnahmen gut behandelt werden.

Samstag, 11 März 2017 / Veröffentlicht in behandlungen, zahnarzt

Eine Zahnentfernung, egal ob einfache Zahnextraktion oder operative Weisheitszahnentfernung, ist ein chirurgischer Eingriff. Dabei entsteht eine Zahnfleisch- und Knochenwunde, die meist schnell und ohne Komplikationen heilt. Dennoch kann man nicht mit Sicherheit ausschließen, dass es hin und wieder zu Beschwerden kommt. In den meisten Fällen ist am Tag nach dem Eingriff auch eine Nachbehandlung erforderlich.

Wir haben hier für Sie einige Tipps zusammengestellt, durch deren Beachtung Sie Beschwerden vermeiden können.

1. Fahren Sie kein Kraftfahrzeug!

In den ersten Stunden nach der Zahnentfernung ist die Verkehrstüchtigkeit eingeschränkt. Benutzen Sie daher öffentliche Verkehrsmittel oder lassen Sie sich in der Praxis abholen.

2. Spülen Sie den Mund nicht aus!

Das Blut in der Wunde gerinnt zu einem Blutpfropf. Dieser ist sehr wichtig. Er verschließt die Wunde und hat praktisch die gleiche Funktion wie der Schorf auf einer Hautwunde. Spülen Sie nicht, damit der Wundschorf nicht weggespült wird. Wird das Blut vor der Gerinnung durch Spülen entfernt, liegt der Knochen blank und die Wundheilung wird erschwert.

Das gilt auf jeden Fall für den Tag der Zahnentfernung. Danach können die Zähne wieder geputzt werden. Der Wundbereich sollte jedoch noch nicht mit der Zahnbürste in Berührung kommen. Er darf ab dem 2. Tag nach der Zahnentfernung mit lauwarmem Wasser gespült werden – am besten nach den Mahlzeiten.

3. Nicht berühren!

Berühren Sie die Wunde nicht mit den Fingern, und spielen Sie auch nicht mit der Zunge daran herum. Saugen an der Wunde ist ganz schlecht, denn dadurch kann der für die Wundheilung wichtige Blutpfropf verloren gehen.

Wenn Sie einen Tupfer zum Aufbeißen erhalten, so beißen Sie mit leichtem Druck so lange darauf, wie es Ihnen der Arzt empfohlen hat;

Schwere körperliche Arbeit oder Sport sollten Sie vermeiden, denn dies kann zu Nachblutungen führen.

5. Keine Wärme!

Übermäßige Wärme (z. B. durch ein Sonnenbad, die Trockenhaube beim Frisör oder auch warme Umschläge) steigert die Durchblutung und kann so in den ersten 48 Stunden eine Schwellung und eine Nachblutung fördern.

6. Vorsicht beim Essen!

Essen Sie erst wieder, wenn die Betäubung im Mund abgeklungen ist. Dann können Sie normale Kost zu sich nehmen – sollten aber die Wunde beim Kauen schonen.

7. Kieferklemme

Nach der Entfernung unterer Weisheitszähne kann es zu Kiefergelenkschmerzen oder einer Kieferklemme kommen. In diesem Fall üben Sie vorsichtig den Mund wiederholt bis zur Schmerzgrenze zu öffnen, um die Bewegungsfähigkeit Ihrer Kiefergelenke wiederherzustellen.

8. Kein Alkohol, Kaffee, Tee, Nikotin!

Selbst wenn es schwerfällt: 24 Stunden lang nach der Zahnentfernung sollten Sie unbedingt auf diese Genüsse verzichten … eine gute Gelegenheit, sich das Rauchen abzugewöhnen.

9. Schmerzen

nach einer Zahnentfernung sind kein Grund zur Beunruhigung – schließlich handelt es sich um eine mehr oder weniger tiefe Knochenwunde. In der Regel können Sie mit einer Schmerztablette gelindert oder auch beseitigt werden. Schmerzen, die erst zwei oder drei Tage nach der Zahnentfernung auftreten, deuten allerdings auf eine Komplikation hin. Suchen Sie dann sofort den Zahnarzt auf.

10. Blutungen

kommen nach einer Zahnentfernung in geringem Umfang immer wieder vor und sind in der Regel ungefährlich. Bei anhaltenden Blutungen sollten Sie Folgendes tun:

Spucken Sie das Blut einfach aus … nicht spülen. Beißen Sie für 30 Minuten auf ein zusammengefaltetes Leinentaschentuch oder eine Kompresse aus der Hausapotheke. Wiederholen Sie dies falls nötig. Wenn das nicht hilft, beißen Sie auf einen Teebeutel (Schwarztee); der enthält blutstillende Substanzen. Das schmeckt zwar miserabel, bringt aber die Blutung meist zum Stehen.

Kopf hoch lagern, nicht flach liegen. Hört die Blutung trotz Beachtung dieser Regeln nicht auf, dann suchen Sie unverzüglich die Praxis oder den diensthabenden Notzahnarzt auf.

11. Schwellungen

sind nach einer schwierigen Zahnextraktion oder auch nach operativen Eingriffen nichts Ungewöhnliches. Es kann auch vorkommen, dass der Mund vorübergehend nicht mehr ganz aufgeht oder dass Schluckbeschwerden auftreten.

Diese Erscheinungen können im Allgemeinen verringert werden, wenn man gleich nach dem Eingriff kalte Umschläge macht oder die Wange über der Wunde mit einem Eisbeutel kühlt. Wärme sollten Sie auf jeden Fall vermeiden.

12. Erhöhte Temperatur

ist ein Zeichen für eine Wundinfektion. Suchen Sie spätestens, wenn die Temperatur über 38,5 °C steigt, die Praxis oder den diensthabenden Notzahnarzt auf.

13. Und im Notfall

erreichen Sie uns unter der Rufnummer:
WhatssApp: +905443480787 / +90 850 3037307

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